Verein Fulenbeiras spendet über 3000 Franken nach Lateinamerika

 

Fulenbach Rund sechs Jahre nach der Gründung dürfen die Mitglieder des Vereins Fulenbeiras auf eine kurze, aber intensive Vereinsgeschichte zurückblicken: Im Jahr 2010 beschloss eine kleine Gruppe, der Mittelländer Bevölkerung die lateinamerikanische Kultur näher zu bringen und gegen gängige Klischees anzukämpfen. Dies erreichten sie durch ein jährliches Benefiz Latino-Festival, bei dem die Besucher nicht nur kulinarisch, sondern auch musikalisch verschiedene Facetten dieses wunderbaren Kontinents kennenlernten. So wurden neben den abendlichen Konzerten verschiedene Darbietungen wie Salsa, Quadrilha oder Capoeira und Speisen wie Feijoada, Fajitas oder Chili con Carne angeboten. Das Festival lockte jährlich rund 1000 Besucher/innen an und war bald in der ganzen Region bekannt und beliebt. Ab dem dritten Jahr gelang es, mit den Einnahmen verschiedene Projekte in Lateinamerika finanziell zu unterstützen. Dabei achteten die Fulenbeiras stets darauf, kleine Projekte auszuwählen, um das Geld möglichst ohne administrative Kosten direkt an die Zielgruppen weiterzugeben. So profitierten die Asociacion Martmany in Peru und die Escola Betel in Brasilien vom Einsatz der Fulenbeiras. Beide Projekte unterstützen Kinder durch Unterricht und weitere Angebote, wie zum Beispiel Znünis oder zahnärztliche Betreuung. Auch der Verein Guatehelp, der sich für behinderte Menschen im ländlichen Guatemala einsetzt, wurde berücksichtigt. Im Jahr 2015 ging eine Spende an die Musikschule Brasbanda del Ecuador, die talentierten aber finanziell benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine musikalische und schulische Ausbildung ermöglicht. Eine Delegation der Brasbanda trat im Rahmen ihrer Europatour während des Festivals 2015 in Fulenbach auf und begeisterte das trotz Regen zahlreiche Publikum.

 

Neben dem jährlichen Festival waren die Fulenbeiras jeweils auch an der Fulenbacher Chilbi präsent und verwöhnten die Besucher/innen mit Fajitas und leckeren Caipirinhas. Auch die Helferessen und Generalversammlungen haben die Vorstandsmitglieder als gesellige Anlässe in bester Erinnerung. Während beider Teilnahmen Fulenbachs an Schweiz.Bewegt brachte Fulenbeiras die Fulenbacher/innen mit Zumba in Zusammenarbeit mit Bailaare zum Schwitzen.

 

Der Verein Fulenbeiras beschloss am 21. März 2016 aufgrund beruflicher und privater Gründe der Vorstandsmitglieder seine Auflösung.

 

Die Non-Profit Organisation hat in ihren Statuten festgelegt, allfällige finanzielle Überschüsse an wohltätige Organisationen in Lateinamerika zu spenden. Auf Beschluss der Generalversammlung werden somit CHF 2000.- an die Asociacion Martmany in Peru überwiesen, bei welcher die Präsidentin der Fulenbeiras, Laura Wyss, 2008 einen Volontäreinsatz als Englischlehrerin geleistet hat. Weitere CHF 1100.- gehen an HaizaPlus, eine kleine Organisation mit Sitz in der Westschweiz, die Projekte für Kinder in Kolumbien durchführt. Kolumbien war zwar an keinem der Fulenbeiras Festivals vertreten, jedoch hatte die kolumbianische Botschaft Unterstützung für das Festival 2016 zugesichert bevor der Entscheid zur Auflösung des Vereins gefallen war. Die Fulenbeiras sind von beiden Projekten überzeugt und freuen sich, einen letzten Beitrag zur Unterstützung eines Teils Lateinamerikas zu leisten.

 

Der Verein und insbesondere die Vorstands- und Festivalkomiteemitglieder bedanken sich für die breite Unterstützung in der Bevölkerung während der letzten Jahre. Ohne die grosse Offenheit der Fulenbacher Gemeinde und deren Einwohner wäre dieses spannende Projekt nicht möglich gewesen! Ein weiterer Dank geht an die zahlreichen Sponsoren und an die vielen freiwilligen Helfer, die gemeinsam unzählige Stunden ihrer Freizeit geopfert haben um diese tollen Anlässe zu ermöglichen. Vielen Dank auch an die verschiedenen Showacts, die den Fulenbeiras mit grosszügigen Angeboten entgegenkamen und das Programm jeweils einzigartig machten. Und nicht zu vergessen an das sensationelle Publikum, das durch die grosse Durchmischung verschiedener Nationalitäten und Altersgruppen eine einmalige Stimmung erzeugte. Fünf Festivals ohne Zwischenfälle sind nicht selbstverständlich und wären ohne das Zusammenspiel aller genannten Akteure unmöglich gewesen!

 

In diesem Sinne: DANKE, GRACIAS, OBRIGADO!